Therapie 60+

für Einzelpersonen und Paare

 

Eine Fülle an Forschungsresultaten hat während der letzten Jahre das Bild der Alterungsprozesse grundlegend umgestürzt. Vieles davon hat die Gesellschaft noch kaum zur Kenntnis genommen, geschweige denn die notwendigen Folgerungen daraus gezogen.

 

Was heisst das für die Psychotherapie? Während meiner Ausbildungszeit an der Universität sollte ich lernen, dass konfliktaufdeckende Psychotherapie bei Menschen jenseits 50 wenig Sinn mache, da diese geistig zu sehr erstarrt seien. Heute wissen wir, dass konfliktaufdeckende Therapie bis ins hohe Alter hinein sinnvoll ist, vorausgesetzt, der Therapeut verfügt über das nötige Fachwissen.

 

Neue Möglichkeiten nutzen

 

Nicht selten steigen nach dem Ausscheiden aus dem Arbeitsprozess und den familiären Pflichten Probleme und Lebensereignisse schmerzhaft wieder auf, die lange von Alltagsproblemen überdeckt waren. Ängste ohne erkennbare reale Gründe quälen. Trauer schlägt um in anhaltende depressive Verstimmung, welche zunehmend die Lebenskraft raubt. Paare finden nicht zu einem neuen, der veränderten Lage angemessenen Umgang, vermögen die sich eröffnenden Möglichkeiten der Lebensphase nicht zu nutzen.

 

Eine gelingende Psychotherapie führt stets auch zu einer Erweiterung der Persönlichkeit. Im Alter darf dies auch zum Hauptziel werden: der Wunsch, das eigene Leben und die eigene Persönlichkeit vertieft zu verstehen, geduldiger und gelassener zu werden, mit sich ein wenig mehr «ins Reine» zu kommen, die eigenen Lebensmöglichkeiten zu erweitern, das Miteinander in einer Beziehung freier zu gestalten. Das alles ist mindestens so sinnvoll wie eine Reise zu den Malediven. Und erst noch günstiger, auch wenn die Krankenkasse nicht dafür bezahlt.

 

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